"Lausche auf den Ton des Wassers, und du wirst eine Forelle fangen."
Sprichwort
Kennen Sie das Gesetz „Beachtung schafft Verstärkung“? Es ist ganz einfach: Das, worauf wir uns konzentrieren, wird wachsen.
Leider haben die meisten von uns die Gabe, sich auf die Probleme, Schwierigkeiten, Sorgen, Nöte und die Schwächen/Fehler anderer zu konzentrieren. Jetzt denken Sie bitte einen Moment nach: Wohin führt das? Richtig!
Damit wir uns nicht falsch verstehen – ich sage nicht, dass es falsch ist, eine gezielte Ursachenforschung zu betreiben. Aber wenn wir ehrlich sind, ist das meistens nicht der Fall. Wir ergötzen uns geradezu an negativen Meldungen. Wir suhlen uns im Schlamm der Skandale, Missgeschicke und Katastrophen. Alles unter dem Deckmantel der Information und Analyse.
Anschließend wundern wir uns, dass immer mehr von dem passiert, was wir nicht möchten. Auf einen Einbruch in der Siedlung folgt bald der zweite, auf einen Unfall der nächste und bevor die eine gute Freundin aus dem Krankenhaus kommt ist die andere schon drin.
Beachtung schafft Verstärkung. Das, worüber wir denken, reden, fühlen und handeln wächst. Weil wir unsere Energie reinstecken. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit darauf, wir konzentrieren uns, wir sind fokussiert. Das führt uns direkt zum Bruder des erstgenannten Gesetz: Das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Weil wir uns immer intensiver mit etwas befassen, erzielen wir eine Wirkung. Nichts passiert aus heiterem Himmel – zuerst gab es eine Ursache.
Wollen wir also die gewünschte Wirkung erzielen, müssen wir die entsprechende Ursache setzen. Das heißt schlichtweg, wir müssen uns darauf konzentrieren, was wir wollen.
Wir müssen unsere Aufmerksamkeit auf das richten, was wir anstreben. Unsere Energie auf das fokussieren, was wir ändern wollen, indem wir uns auf das Ergebnis konzentrieren.
Aufmerksamkeit auf das Problem = Problem bleibt oder wächst
Aufmerksamkeit auf das Ziel = Das Problem verschwindet, das Ziel erscheint
Natürlich muss ich dafür mein Ziel kennen:-)
Ich stelle Ihnen eine Methode vor, mit der Sie lernen, Ihre Aufmerksamkeit bewusst zu lenken:
1. Woran denke ich gerade?
Wir Menschen können uns nicht sehr lange bewusst auf eine Sache konzentrieren. Deshalb merken wir auch gar nicht, dass wir abschweifen und unsere bewusste und unbewusste Wahrnehmung auf andere Dinge richten (mein Bein juckt; was war das für ein Geräusch? Wovon spricht der im Radio gerade? Hör ich den Nachbarn auf der Straße…)
Sagen Sie regelmäßig ganz bewusst „STOPP!“ Achten Sie darauf, an was Sie gerade denken:
- Sind es die Nebengeräusche die ich erwähnt habe?
- Sind es die immer wiederkehrenden Sorgen, Ängste und Probleme?
- Ist es immer noch der Ärger von letzter Woche? Oder der Gedanke an Übermorgen?
- Sind Sie gerade angespannt oder doch locker?
Sie erkennen Ihren momentanen Zustand und können ein Gespür für Ihre Gefühle und Emotionen gewinnen. Außerdem merken Sie, mit welchen Themen Sie sich hauptsächlich befassen. Sind es die Themen, die sich um Ihre Wünsche und Ziele drehen?
2. Ist es das, was ich denken will?
Möchten Sie sich mit dem befassen? Ok! Akzeptiert. Oder hat sich wieder einmal der kleine Teufel in Ihr Gehirn geschlichen? Klammheimlich und unbemerkt?
3. Was möchte ich denken?
Überlegen Sie, worauf Sie ihr Bewusstsein richten möchten – welche Gedanken wollen Sie haben? Was oder wem sollten Sie mehr Beachtung schenken?
Darauf lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit. Ganz bewusst denken Sie an das, was Sie wollen. Falls das nicht sofort klappt (es Bedarf ein wenig Übung), schreiben Sie Ihre Sorgen und Gedanken auf – Sie „leeren“ Ihr Bewusstsein und zeigen dem Unterbewusstsein, dass Sie die Gedanken ernst nehmen.
Sagen Sie mehrmals am Tag „STOPP!“ und beantworten Sie diese Fragen. Dadurch lernen Sie, Ihre Aufmerksamkeit mehr und mehr auf Ihre Wünsche und Ziele zu fokussieren und immer weniger „schlechte“, unerwünschte Gedanken zu haben.
Lesen Sie mehr über Aufmerksamkeit und Gesetze des Geistes in meinem Blog:
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