Mit Mini-Versprechen und Mikro-Taten zum Erfolg

Geralt Altmann/pixelio www.pixelio.de

Die amerikanerin Mary LoVerde (Autorin & Coach) empfiehlt ihren Klienten so genannte "micro-actions", Mikro-Taten, um geplante Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Sie hatte eine Klientin, die es nicht schaffte, dreimal die Woche 20min spazierenzugehen. Mary fragte sie, ob sie es denn schaffen würde, einen Jogginganzug anzuziehen. Mehr nicht! Die Klientin war natürlich perplex. Sie antwortete: "Klar könnte ich das, aber..." "Kein aber! Versprechen Sie mir, dass Sie es eine Woche lang versuchen und berichten Sie mir nächste Woche."
Was passierte? Es war der Klientin zu albern, sich nur den Jogger anzuziehen und im Haus zu bleiben. Also ging sie los, traf eine Nachbarin und geht seitdem mit ihr zusammen joggen. Und wenn sie nicht gestorben sind...

Es geht nicht darum, viele Schritte auf einmal zu machen. Wenn es denn so sein soll o.k. Viel wichtiger aber ist das erste Versprechen sich selbst gegenüber, einen ersten Schritt zu tun. Eine Mikro-Tat. Das geht immer und sofort. Und wenn es nur so banal ist wie den Jogger anzuziehen, einen Notizblock zur Hand zu nehmen, im Internet nach Infos zu googeln...
Wenn darauf direkt der zweite Schritt folgt, weil Sie es wollen, machen Sie weiter. Falls nicht ist das auch in Ordnung. Sie haben sich schließlich nur zu einer kleinen Handlung verpflichtet. Vertrag eingehalten!
Was passiert mit dem inneren Schweinehund? Sie überlisten ihn. Er wird nicht wach, sondern bleibt in der Ecke dösend liegen. Nur den Regenschirm in die Hand nehmen - lächerlich. Nur die Schuhe anziehen - albern.

Am nächsten Tag folgt die zweite Mikro-Tat. Schuhe anziehen und vor die Haustür treten. Mehr nicht. Oder nur eine kleine Ecke im Keller oder dem Dachboden freiräumen (nachdem Sie am ersten Tag nur in den Keller/auf den Dachboden gegangen sind und sich umgeguckt haben). Mehr nicht.

Fast alle Teilnehmer berichten das gleiche: Spätestens beim dritten Mal erledigen Sie die Aufgabe komplett oder, wenn es sich z.B. um Sport handelt, so weit es geht. Ob das Interesse des Schweinehundes geweckt ist und er Sie in die Aufgabe hineinziehen möchte?

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