Was ist Mentaltraining?
Mental bedeutet "geistig". Doch geht Mentaltraining weit über das geistige Training hinaus. Mentaltraining beinhaltet alle geistigen Prozesse. Das schließt die Intuition, Assoziation, Imagination und Visualisierung, logische und rationale Vorgänge mit ein.
Ziele des Mentaltrainings
- Leistungssteigerung, z.B. beim Sport
- Stressbewältigung und Entspannung
- persönliche Entwicklung
- Stärkung des Selbsts
Methoden und Techniken
- Entspannungstechniken (Autogenes Training, Visualisierung, Meditation)
- Neurolinguistisches Programmieren (NLP)
- Gehirntraining (Lerntechniken, Konzentrationstraining, Kreativität)
Mentaltraining - Erfolgreich im Kopf
„Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein…“
Wo ist bitteschön der Haken? Denn wenn es so einfach ist, würde es doch wohl jeder machen!
Die Ursache liegt in den Überzeugungen vieler Menschen. Unbewusst meinen viele, man muss hart für den Erfolg arbeiten. Da kann es nicht sein, dass ein paar Minuten „rumliegen“ etwas ändern können. Hinzu kommen viele überzogene Versprechungen von so genannten Motivationstrainern, die einfach vergaßen, dass die Visualisierung nur ein Teil des Ganzen ist.
Außerdem ist für viele hart arbeitende Menschen allein der Gedanke unmöglich, sich hinzulegen und zu entspannen. Sie müssen immer in Bewegung, immer in Aktion sein - deswegen ist „Meditieren besser als rumliegen und nichts tun ;-)“
Veränderung nur durch Vorstellung?
Sie haben vollkommen Recht! In der „Außenwelt“ ändert sich nichts. Wenn Ihnen esoterische Gurus oder positive Träumer sagen, "Du musst Dir etwas nur vorstellen, daran ganz fest glauben und dann wird alles gut" - vergessen Sie es. Diese Punkte sind wichtig, doch nur Teile eines Mosaiks, das aus vielen Teilen besteht. Wenn Sie mir nicht glauben, dann schauen Sie sich einen überfüllten Schreibtisch an. Legen Sie sich anschließned ins Bett und stellen sich vor, dass Ihr Schreibtisch aufgeräumt ist. Glauben Sie ganz fest daran. Wenn Sie morgens aufstehen garantiere ich Ihnen, dass er immer noch voll ist. Ich hab es selber ausprobiert. Sogar mehrmals! Es hat nicht einmal geklappt.
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10 Tipps für aufbauende Gedanken
Der Psychologe und Mentaltrainer Dr. Wolf Barth schlägt folgende 10 Tipps vor, wie wir die Gedankenkraft vom Negativen in das Konstruktive drehen können:
1. Stoppen Sie die destruktiven Gedanken!
Immer, wenn Sie sich dabei erwischen, negative Gedanken zu denken, sagen Sie sich innerlich bestimmt "Stop!" und stellen Sie sich innerlich ein großes Stop-Schild vor.
2. Wandeln Sie negative in positive Gedanken!
Erkennen Sie jedes Negative und Destruktive in Ihren Gedanken, wie z. B. "Ich kann das nicht, ich schaffe das nicht. Ich bin zu dumm." Sagen Sie sich stattdessen: "Ich kann heute schon x und in 1 Woche kann ich auch y." oder I"ch hole mir Hilfe, wenn meine Fähigkeiten nicht ausreichen. Ich habe andere Stärken, als xyz."
3. Beginnen Sie jeden Tag mit etwas Schönem!
Wenn Sie sich positiv in den Tag "einschwingen", dann verläuft die restliche Tageszeit meist leichter: Machen Sie Atemübungen an der frischen Luft, eine leichte Morgengymnastik, ein gemütliches Frühstück mit dem Partner o.ä.
4. Beenden Sie jeden Tag mit Erinnerungen an Schönes!
Beschließen Sie den Tag mit Gedanken an etwas Schönes im zurückgelegten Tag und nehmen Sie diese vielleicht sogar mit in den Schlaf: Ein angenehmes Gespräch, ein Kompliment, ein gelungener Einkauf, eine schöne Blume im Garten usw.
5. Formulieren Sie einen Leitsatz für Ihr Vorhaben!
Entwickeln Sie einen kurzen Leitsatz bzw. eine Bekräftigungsformel, der Ihnen hilft, dass Sie die richtigen Schritte zum Ziel stets im Fokus behalten. Beispielsweise: "Ich lebe in einer harmonischen Beziehung!", "Ich lache heute und habe Spaß.", "Ich erlebe, daß die Menschen meine Arbeit schätzen. Ich gebe jetzt allen Menschen, die mir nahestehen, Freiheit. Ich achte auf mein Denken und wähle bewusst gesunde Gedanken."
6. Entwerfen Sie ein Bild für Ihre Ziele!
Ähnlich, wie Unternehmen eine Vision für sich als lebendigen Organismus nutzen, hilft auch Ihnen eine genaue bildhafte Vorstellung vom Angestrebten. Vielleicht zeichnen Sie sich sogar ein passendes Bild.
7. Planen Sie konkrete Abläufe!
Überlegen Sie genau, was Sie Schritt für Schritt auf dem Weg zur Realisierung Ihrer Ideen und Vorhaben tun können?
8. Finden Sie Verbündete!
Überlegen Sie auch, wer Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel unterstützen könnte, oder auch ähnliche Ziele verfolgt: Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, professionelle Berater, Arbeitskollegen o.a. Verbünden Sie sich zu gemeinsamer Gedankenkraft zur Verwirklichung Ihrer Vorhaben.
9. Akzeptieren Sie Rückschläge!
Jeder Mensch, der etwas Neues wagt, muss sich auf eventuelle Hürden und Hindernissen einstellen. Die Geschichte des Erfolgs ist fast immer auch die von Problemen und Schwierigkeiten.
10. Halten Sie an Ihren Gedanken fest!
Geben Sie nie, nie, nie auf! (Lebensmaxime von Winston Churchill)
Richten Sie Ihre Gedankenkraft auf diese Punkte. Verwirklichen Sie am besten einen Punkt nach dem anderen und verändern Sie so die Ausrichtung Ihrer Gedanken auf die Verwirklichung des Angestrebten.





