Modeling of excellence
"It´s in your guts." - Es steckt in dir drin (wörtlich in deinen Eingeweiden) war die Aussage von Virgina Satir, eine extrem erfolgreiche Familientherapeutin. Diese Antwort bekamen Bandler/Grinder immer wieder als sie anfingen, erfolgreiche Leute nach ihren Erfolgsgeheimnissen zu fragen. In jedem Bereich gibt es Spitzenleute, die die gleiche Ausbildung wie die weniger guten Leute haben. Was machen sie anders? Anscheinend können diese Spitzenleute es selber nicht erklären.
Das NLP begann 1972, als John Grinder und Richard Bandler anfingen, sich gegenseitig zu modellieren und dann andere erfolgreiche Therapeuten modellierten. Dabei ging es nicht um eine Erklärung der "Ursachen" hervorragender Leistungen, sondern um das "Wie": was sind die Muster erfolgreicher Menschen? Welche inneren Prozesse laufen dabei ab? Was genau müßte jemand denken und tun, um die gleichen Resultate zu erzielen?
Dabei werden außer Therapeuten auch andere besonders erfolgreiche Menschen ihres Fachgebietes (u.a. Lehrer, Juristen und Manager, aber auch der/die ganz gewöhnliche Mann/Frau von der Straße, wenn er irgend etwas besonders gut kann, wenn er z.B. mit einer schweren Krankheit selbst fertig geworden ist) so genau beobachtet, dass auch andere Menschen von deren Fähigkeiten lernen können. So versteht sich NLP nicht im engeren Sinne und ausschließlich als Therapie, sondern als ein allgemeines lernpädagogisches Modell, innerhalb dessen Methoden entwickelt werden, "um Menschen beizubringen, wie sie ihr eigenes Gehirn nutzen können" (Bandler, 1987), d.h. wie sie ihre neuro-linguistischen Prozesse am sinnvollsten gestalten können.
Das Besondere dabei ist, dass im NLP nicht - wie in der klassischen Schulmedizin und Psychologie üblich - jahrelang die Kranken oder im negativen Sinne Verhaltensauffälligen untersucht wurden, sondern gerade die besonders Fähigen und Gesunden. Denn nur so - glaubt man im NLP - kann herausgefunden werden, was Menschen wirklich hilft, sie tatsächlich gesund macht und auch gesund hält. Wie soll auch ein Arzt oder Psychologe, der jahrelang nur mit "Kranken" zu tun gehabt hat, diesen noch vermitteln können, was es heißt, gesund zu sein - er wird es nicht können, weil er es selbst nicht (mehr oder bestenfalls noch für sich selbst) weiß. Somit unterstützt uns NLP darin, unsere kleinen und großen Lebensziele zu erreichen und ggf. auch anderen Menschen dabei zu helfen.
Mit dieser Zielsetzung eröffnen sich für NLP Anwendungsmöglichkeiten überall dort, wo Lernen und Wahrnehmung eine Rolle spielen: z.B. in Beratung, Therapie, Arztpraxis, Management, Schule und Partnerschaft, jeweils in den Bereichen von Kommunikation, Motivation, Gesundheit, Problemlösung, Zielerreichung, Stress- und Konfliktmanagement, effizientem Lernen und in vielem anderen mehr.
NLP befasst sich danach nicht mit der Ursache, sondern nur damit, wie ich die Wirkung (das angestrebte Ziel) erreichen kann. Am Anfang wollten die NLP-Entwickler nur an der Wirkung arbeiten. Sie wollten nicht einmal wissen, worum es geht, sondern nur, was gewollt ist. Sie waren der Meinung, der Klient würde durch seine Beschreibungen des Problems nur verhindern, dass es zu einer schnellen Lösung kommt. Und es gbit natürlich die Schwierigkeit der Kommunikation. Der Klient berichtet von seinem Problem. Der Therapeut hört die Worte und versteht das, was er darunter versteht (die Struktur des subjektiven Erlebens). Das kann genau das sein, was der Klient meint. Meistens ist es jedoch etwas anderes.
Bandler begründet das damit, dass er sagt: "Mich interessiert nicht, wie die Phobie entstanden ist. Auch der Klient glaubt nur zu wissen, was wirklich war. Mich interessiert, wie ich die Phobie auflöse. Die Struktur einer Phobie ist immer gleich, also kann ich auch die gleiche Methode einsetzen." Seinen Klienten sagte er: "Ich darf von ihren Problemen nichts wissen. Es ist mir verboten."
Mittlerweile hat sich auch das NLP weiterentwickelt. Gerade in Deutschland haben sich die Anwender daran gemacht, je nach Situation, auch die Ursachen zu betrachten.





