Visualisierung

Visualisieren leitet sich von den lateinischen Wörtern „videre“ für sehen und „visus“ für Anblick ab. Visualisieren bedeutet demnach "sich aktiv bildhaft vorstellen".
Und ganz nebenbei bemerkt ist das visualisieren ein kreativer Prozess. Denn kreativ sein bedeutet unter anderem schöpferisch gestalten.
Imagination kommt natürlich auch aus dem lateinischen. "Imago" ist das Bild. Auch hier geht es um das sehen.
Zum Visualisieren gehören jedoch mehr als nur Bilder. Auch Gerüche, Geschmäcker, Geräusche, Stimmen, Melodien und Empfindungen begleiten das aktive visualisieren. Kurz und gut bedeutet visualisieren: das aktive einbeziehen aller fünf Sinne.


Visualisieren, die Fähigkeit, sich gedanklich Bilder (und Töne) vor-zustellen ist eine grundlegende Fähigkeit:
Egal, ob Sie Ihre Ziele erreichen möchten, kreativ sind oder sich entspannen möchten (müssen): Ihre Vorstellungskraft ist von entscheidender Bedeutung.

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Wirksamkeit bewiesen

Wie mächtig und wirkungsvoll dieses Werkzeug ist zeigt die Untersuchung des australischen Psychologen Alan Richardson:
Er bildete drei Gruppen, um ihre Leistungen beim Basketball zu testen. Die erste Gruppe wurde aufgefordert, jeden Tag 20 Minuten zu trainieren. Die zweite sollte nicht einmal an Basketball denken, die dritte wurde angewiesen sich zu entspannen und sich täglich 20 Minuten vorzustellen, wie sie erfolgreich Körbe warfen. Richardson erklärte ihnen die Technik: Sie spürten, wie sie den Ball warfen; sie sahen die perfekte Flugbahn; sie hörten den Ball durchs Netz fallen und fühlten die Befriedigung des imaginären Erfolges.
Am Ende des Tests war die Trefferquote bei der ersten Gruppe um 24% gestiegen.
Bei der zweiten gab es keine Veränderung und bei der dritten Gruppe stieg die Quote um 23%!


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Ein paar Tipps

1. Sein Sie sich bewusst, dass Sie das nötige Rüstzeug besitzen. Versuchen Sie jetzt bitte nicht an einen rosa Elefanten zu denken. Ist er da, der rosa Elefant? Ja? Gut! Denken Sie an das schönste Erlebnis in Ihrem Leben. Der erste Kuss vielleicht. Sie erinnern sich an die Umgebung, in der es geschah, fühlen die Hände Ihres Partners, die Aufregung, den Atem. Kein Zweifel. Sie können es.

2. Visualisieren Sie mit allen Sinnen. Am Anfang erscheint das schwer, mit der Zeit werden die Bilder immer detaillierter, Sie erkennen immer feinere Strukturen. Sie freuen sich, wenn die Bilder wachsen. Lassen Sie sich Zeit, üben Sie.

3. Visualisieren Sie „dissoziiert“ und „assoziiert“. Beobachten Sie sich z.B. „von außen“, während Sie in einer Achterbahn sitzen. Schlüpfen Sie dann in Ihren Körper zurück und visualisieren die Achterbahnfahrt von „innen“. Beachten Sie Ihre Gefühle. Experimentieren Sie!

4. Unterscheiden Sie zwischen Phantasie und Visualisierung. Es macht Spaß sich der Vorstellung hinzugeben, Sie seinen ein Millionär, ein großer Artist oder Sportler. Aber Phantasie ist nicht dasselbe wie Visualisierung. Phantasie braucht keine bewusste Aufmerksamkeit, braucht nicht so viel Konzentration und Energie. Eine Phantasie, ein Traum ist der Grundstein an dem man arbeiten muss um ihn in die Wirklichkeit zu bringen, bis Sie letztendlich Ihre Vision werden.

5. Bleiben Sie positiv – sehen Sie sich die Übung erfolgreich machen.



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