Für ein Schiff ohne Hafen ist kein Wind der Richtige!
Warum planst Du den Einkauf bei Aldi besser und genauer als Dein gesamtes Leben?
Als junge Menschen haben wir alle große Ziele! Wir möchten die Welt aus den Angeln heben, zumindest aber erfolgreich sein. Da wir aber nicht genau wissen, wie wir das umsetzen sollen, erleben wir Misserfolge. Anschließend schrauben wir unsere Ziele immer weiter zurück, bis anschließend etwas „realistisches“ herauskommt. Das nennen wir dann „Alltag“, bzw. unser Leben. Viele haben anschließend nur noch ein Ziel: Geld zu bekommen, ohne dafür arbeiten zu müssen. Dieses Ziel erreicht fast jeder, denn es heißt – Rente! Aber wie viel? Die Zeit bis dahin überbrücken wir mit warten, streiten, krank sein und nörgeln: „Warum geht es anderen besser?“ Du kennst alle Sprüche die es gibt.
Wer keine Ziele hat, der arbeitet für die Ziele anderer
Meiner Meinung nach gibt es nur drei Gründe, warum sich Menschen keine Ziele setzen:Sie glauben Sie haben Ziele, dabei sind es höchstens WünscheDie Angst, gesetzte Ziele nicht zu erreichen (und zu versagen?)Es gibt nur Glück und Zufall und man hat keinen Einfluss darauf Anders ist es nicht zu erklären, dass in den westlichen Staaten rund 85% der Menschen keine, bzw. keine genauen Ziele haben. Insgesamt haben nur knapp 4% der Menschen ihre Ziele schriftlich definiert. Und jetzt frage Dich:
Ist es ein Wunder (oder Zufall, Glück), dass diese 4% über 60% des gesamten Vermögens besitzen?
Natürlich will ich Erfolg nicht nur daran festmachen, ob jemand viel oder wenig Geld besitzt! Das wäre nicht nur zu einfach, sondern vollkommen falsch. Doch geht es hier um die Wichtigkeit schriftlich definierter Ziele. Da kann Geld zugehören; noch wichtiger ist aber auch die Gesundheit und das „private Glück“, nämlich die Familie.
Ich möchte noch einmal zu den drei Gründen zurückkommen. Auf das Thema Wünsche sind wir schon eingegangen, deshalb nur noch als Ergänzung: Aussagen wie „erfolgreich sein“, „gesünder sein“, „harmonische Partnerschaft“, „finanziell frei“ und „glücklich sein“ sind keine Ziele! Bestenfalls Phrasen, leere Worthülsen. Wenn Dir jemand solche Ziele nennt, frage ihn, was er bisher erreicht hat. Dann gratuliere ihm, denn mehr wird er nie bekommen!
Die Angst zu versagen wird auch an Aussagen deutlich wie: „Wenn ich nicht plane, dann kann ich auch keinen Fehlschlag erleiden.“ Diese Meinung ist nur zum Teil richtig wie wir später erkennen. Entscheidend ist aber, dass er auch nie das erreichen wird, was er haben könnte. Ich habe noch eine Frage. Würdest Du einem Architekten vertrauen, der Dein Haus nicht plant, sondern sagt: „Wir bauen einfach mal drauf los. Etwas wird schon herauskommen.“ Oder dem Piloten, der meint Checklisten seien nicht nötig, denn wenn etwas kaputt gehen soll, dann kann man halt nichts ändern? Wer sich klare Ziele setzt, sie schriftlich festhält und einen Plan entwickelt, sie auch zu erreichen, dessen Angst wird automatisch verschwinden. Und einzelne Rückschläge nicht als Misserfolg definieren, sondern als Feedback, sein Vorgehen zu ändern.
Thomas A. Edison war so überzeugt, sein Ziel (eine Stadt zu beleuchten) zu erreichen, dass ihn nichts aufhalten konnte. Er brauchte rund 1000 Versuche, um die richtige Mischung für seine Glühbirne zu entdecken. Als er gefragt wurde, warum er nach fast 1000 Misserfolgen nicht aufgab, antwortete er:
Ich habe keine Misserfolge gehabt. Ich habe nur 999 Möglichkeiten entdeckt, die Glühbirne nicht zu erfinden!
Die angeführten Punkte haben Dich noch immer nicht ganz überzeugt? Gut, dann habe ich jetzt noch acht entscheidende Gründe:
Acht Gründe, warum Du Dir Ziele setzen musst:
1. Ziele steuern Deine Wahrnehmung (Deine Sinne) In dem Moment, indem ich mich auf ein Ziel festlege, tritt etwas Überraschendes ein: Plötzlich sehe ich an jeder Ecke Hinweise auf mein Ziel. Das haben wir alle schon erlebt, als wir uns für etwas Neues begeistert haben. Wer sich für ein Wohnmobil interessierte, der sah plötzlich an allen Ecken Wohnmobile und Wohnwagen. Sind die alle von heute auf morgen aufgetaucht? Sicher nicht, sie waren immer schon da. Nur haben wir sie nicht wahrgenommen, da wir uns auf andere Sachen konzentriert hatten. Doch als wir unserem Kopf, unserem UBW, unserem Nervensystem auf Wohnwagen „geeicht“ hatten, wirkte es wie ein Wegweiser für uns.
2. Ziele unterstützen bewusstes und (noch viel wichtiger) unbewusstes Lernen Wenn ich mich auf dem Weg zu meinem Ziel mache, bin ich aufmerksam für alles, was wichtig sein könnte (Wahrnehmung, Punkt 1). Ich ent-decke im wahrsten Sinne des Wortes neue Welten. Wenn ich z.B. eine neue Sportart erlerne, lerne ich auch bewusst meinen Körper zu steuern. Unbewusst tue ich etwas Gutes für meine Gesundheit. Außerdem kann ich neu erlernte Bewegungen auch schneller in andere Bereiche übertragen, etwa in eine andere Sportart. Oder meine Reflexe verbessern sich, was mir helfen kann, z.B. einen Autounfall zu vermeiden. Durch Teilerfolge auf diesem Weg steigert sich automatisch mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl. Damit eröffnen sich in allen Lebensbereichen neue Perspektiven! Vielleicht ist dieser Punkt gleich zu setzen mit dem östlichen Prinzip: Der Weg ist das Ziel
3. Ziele geben Kraft zum Anfangen Warum sollte ich mich abmühen, mich plagen, Energie und Zeit investieren, wenn ich nicht weiß wofür? Wenn es keinen Sinn gibt? Wenn ich kein genaues Ziel vorgebe, dann macht unser UBW meist – nichts. Wenn es keinen Schmerz gibt, den Du vermeiden willst und keine Lust oder Freude, die lohnenswert ist, dann stellt uns unser innerer Schweinehund auch keine Energie zu Verfügung. Warum solltest Du bei 25°C Holz sammeln und den Ofen zünden? Wer sich also matt und antriebslos fühlt, dem fehlt ein richtiges Ziel (vorausgesetzt er ist gesund). Ein Ziel wirkt für unser UBW wie ein Zündgerät: Es setzt Energie frei.
4. Ziele motivieren, wenn Du einen Durchhänger hast Wir können nicht 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr Vollgas geben. Wir brauchen Ruhephasen und haben auch mal einen „schlechten“ Tag. Wenn wir jedoch Ziele haben, dann geben uns diese die Kraft, auch dann durchzuhalten und weiterzumachen, wenn es mal nicht so gut läuft. Dies können wir besonders gut im Sport beobachten: Alle großen Stars, alle großen Mannschaften hatten ihre Hänger. Doch weil sie ein großes Ziel hatten, sind sie immer wieder aufgestanden. Oft waren sie danach stärker als je zuvor!
5. Ziele machen Erfolg erst messbar Woher soll ich wissen ob ich erfolgreich bin, wenn ich nicht weiß, was für mich Erfolg bedeutet? Mal angenommen ich werde in einem Marathonlauf 100. Habe ich mir vorher kein Ziel gesteckt, kann ich dann zufrieden sein oder nicht? Ist aber mein Ziel, mich zeitlich in jedem Marathon zu verbessern und ich stelle fest, ich bin 25min schneller als beim letzten Mal, kann ich superzufrieden sein! Wenn ich erster geworden bin, aber 20min langsamer war, als davor, kann ich über den Sieg glücklich sein. Ich weiß aber auch, dass ich noch/wieder mehr trainieren muss!
6. Ziele lösen ein Gefühl aus – Vorfreude Worauf soll ich mich freuen, wenn ich nichts erwarte? Doch Ziele lösen Vorfreude aus; das kennen wir alle noch aus unserer Kinderzeit. War nicht die Vorfreude auf den Geburtstag, auf Ostern und Weihnachten riesengroß? Wir wussten, etwas Besonderes passiert, wir waren aufgeregt, ob der Weihnachtsmann unsere Ziele erfüllt (die gewünschten Geschenke liefert) und hatten schon Wochen vorher glasige Augen und Herzklopfen. Hinzu kommt, dass wenn wir unsere Ziele selbst erreichen, dass Gefühl viel stärker ist, als wenn wir einfach etwas geschenkt bekommen. Waren wir nicht stolz auf das erste selbstverdiente Geld? Auf das erste Auto, dass wir bezahlt haben oder die Wohnung, die wir selber eingerichtet haben?
7. Ziele schaffen Prioritäten Du kennst sich das Gefühl, zwischen zwei oder mehr Aufgaben zu hängen. Was soll ich zuerst tun? Wie teile ich meine Zeit ein? Dann entscheidest Du Dich für eine Sache, musst dabei aber ständig an die andere Sache denken. Du kaufst Dir Zeitplaner und was es so alles gibt; doch auch das ist nicht die Lösung. Hier helfen Dir klare Ziele, denn daraus ergeben sich Prioritäten. Wenn Du weißt welches Ziel Du als erstes erreichen willst, weiß du auch, was Du als erstes tun kannst.
8. Ziele helfen beim entscheiden Wer weiß, was er will, der weiß auch, was er nicht will. Ich treffe meine Entscheidungen danach, ob sie mich meinem Ziel näher bringen oder nicht. Wenn ich essen gehe und Fleisch möchte brauche ich nicht die Fischkarte zu studieren! Wenn ich mit dem eigenen Auto zu einer Feier fahre und den Führerschein behalten möchte überlege ich nicht, ob ich Alkohol trinke. Die Entscheidung ist durch mein Ziel getroffen worden.
„Welchen Weg soll ich nehmen?“ fragt Alice im Wunderland an einer Kreuzung die Katze. „Das hängt davon ab, wohin Du willst!“
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