Unverträglichkeit kann Depressionen verursachen



Das mag zunächst zwar verwunderlich erscheinen, ist aber in der Tat richtig: eine Fruchtzucker-Unverträglichkeit beziehungsweise eine problematische Verwertung von Fruchtzucker kann Depressionen nach sich ziehen. Wie ist das möglich?

Betroffene entwickeln gewöhnlich ein Reizdarm-Syndrom. Das heißt nach dem Verzehr von etwa zwei bis drei Äpfeln, oder auch nach dem Genuss anderer fructosehaltiger Lebensmittel, kommt es zu Blähungen, Krämpfen und Durchfall. Aufgrund dieser Befindlichkeitsstörungen ist meist auch die Tryptophanverwertung gestört.

Tryptophan ist aber wiederum eine Vorstufe des Glücksbotenstoffes "Serotonin". Deshalb kann es sein, dass bei Menschen mit einer Fructosemalabsorption ein Mangel an diesem Fröhlichmacher entsteht und sich in der Folge eine Depression entwickeln kann. Darüber hinaus ist bei diesen Patienten auch der Zink-, Folsäure und Vitamin-C-Spiegel erniedrigt - allesamt Substanzen, die ebenfalls auf die ein oder andere Weise für ein robustes Nervenkostüm und gute Laune sorgen.

Also, wenn Sie nun auch befürchten, an einer Fructoseunverträglichkeit zu leiden, sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an: dieser kann die Angelegenheit mit Hilfe eines Atemtests überprüfen. Sollte sich der Verdacht schließlich bestätigen, sollte der Fructoseverzehr bei nicht mehr als 25 Gramm täglich liegen. Vor allem vor fructosehaltigen Limonaden sollten Sie sich in Acht nehmen - so manche bringt es nämlich schon auf 60 Gramm pro Liter!