Kaffee schützt vor Alzheimer

In Finnland wurden 1.400 Personen über 20 Jahre beobachtet. Diejenigen, die am Tag rund 3 Tassen Kaffee tranken, hatten gegenüber den Teilnehmern ohne Kaffeekonsum ein um zwei Drittel niedrigeres Risiko vor Demenz-Erkrankungen, vor allem Alzheimer. Vermutlich liegt es an den enthaltenen Antioxidantien (z.B. Chlorogensäure). Diese sind auch in entkoffeinierten Kaffee enthalten.
Sie mögen keinen Kaffee? Regelmäßige Bewegung, interessante Hobbys, zwei Portionen Fisch pro Woche, fünf Portionen Obst und Gemüse sowie regelmäßiger Kontakt mit anderen Menschen beugen ebenfalls vor.

Gift & Galle?

Wenn Sie Kaffee trinken, spucken Sie weder Gift noch Galle. Denn Kaffee senkt das Risiko für Gallensteine und Gallenkrebs bis zu 45%.

Nachteile

gibt es auch noch.

Angstzustände können verschlimmert werden. Stressgefühle können verstärkt werden, da mehr als drei Tassen die Ausschüttung des Stresshormons Epinephrin um 32% erhöhen.

Norwegischen Studien zufolge weckt Kaffee die Lust auf Süßes und kann indirekt zu Übergewicht beitragen.

Kaffee hilft auch gegen Leberkrebs

Schwedische Forscher haben diese neue Studie veröffentlicht:
Zwei Tassen am Tag, heißt es, würden das Risiko, ein Leberkarzinom zu entwickeln, um 43 % senken. Aber Kaffee soll nicht nur zur Prophylaxe dienen, sondern auch Menschen, die bereits mit Lebererkrankungen zu kämpfen haben, bei ihrer Genesung unterstützen.
Hat man diese positive Meldung auf der Pro-Seite vermerkt, kommt aber gleich wieder etwas Negatives hinterher: Koffein, so sei jetzt bewiesen, fördere Fehlgeburten.
Schwangere Frauen, die täglich mehr als zwei Tassen Kaffee tränken, hätten ein doppelt so hohes Risiko, einen vorzeitigen Schwangerschaftsabbruch zu erleiden, als Koffein-Abstinenzler. Selbstverständlich beschränkt sich diese Warnung nicht nur auf den Kaffee, sondern betrifft letztlich alle koffeinhaltigen Getränke. Cola, Kakao und andere aufmunternde Limonaden stehen somit also auch auf der "roten Liste."
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Heute also heißt es: Werdende Mütter tun gut dran, die Finger vom Kaffee zu lassen. Für allen anderen gilt: "Wohl bekomms!"

Kaffee ist kein Flüssigkeitsräuber

Die Nachricht ist nicht mehr ganz neu hat sich aber noch nicht überall herumgesprochen:

Eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellt nun klar: Kaffee ist kein Wasserräuber! Kaffee stelle einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr da und könne in der Flüssigkeitsbilanz in aller Regel so wie jedes andere Getränk behandelt werden, so die DGE.
Gerade im Hinblick auf die häufig schwierig zu gestaltende ausreichende Versorgung älterer Menschen mit Flüssigkeit schlage jedoch auch die Flüssigkeitsaufnahme über die Nahrung zu Buche. Oft werde vergessen, dass auch wässrige Lebensmitteln wie Gurkensalat, Melone, etc. helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu verbessern, so die DGE. Diese Potentiale müssten mitberücksichtigt und Maßeinheiten festgelegt werden. Hierbei sei zu beachten, dass Kaffee auch Auswirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem haben könne. In unklaren Fällen müsse deshalb eine ärztliche Absprache erfolgen.
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=412



Forscher entdecken lösliche Ballaststoffe im Kaffe

Kaffee enthält Ballaststoffe in unerwartet großen Mengen, haben spanische Forscher gezeigt: In einer Tasse des Heißgetränks können je nach Zubereitungsart bis zu 1,5 Gramm der unverdaulichen Kohlenhydrate gelöst sein. Die meisten Ballaststoffe finden sich im Instant-Kaffee, gefolgt von Espresso und Filterkaffee. Drei Tassen Kaffee pro Tag können daher bereits einen Beitrag dazu leisten, die empfohlenen 25 Gramm Ballaststoffe täglich zu erreichen.
Kaffeebohnen enthalten eine ganze Reihe unverdaulicher Substanzen wie Zellulose und verschiedene lösliche Zuckerarten. Ob diese Ballaststoffe jedoch beim Kaffeekochen in das heiße Wasser übergehen und wenn ja, welche und viele es sind, war bislang unklar. Die meisten aktuellen Nährstofftabellen geben an, dass Kaffee überhaupt keine Ballaststoffe, weder lösliche noch unlösliche, enthält.
Das konnten Elena Díaz-Rubio und Fulgencio Saura-Calixto in ihren Tests allerdings nicht bestätigen. Sie untersuchten mithilfe von Verdauungsenzymen und einer Art künstlichem Darm den Ballaststoffgehalt der drei Kaffeevarianten, die in Europa am häufigsten konsumiert werden – Filterkaffee, bei dem der gemahlene Kaffee für sechs bis acht Minuten mit 90 Grad heißem Wasser in Kontakt kommt, Espresso, bei dem 114 bis 121 Grad heißes Wasser unter Druck durch das Kaffeepulver gepresst wird, und Instant-Kaffee, bei dessen Produktion Wasser mit einer Temperatur von 200 Grad eingesetzt wird.
Das Ergebnis: 100 Milliliter Instant-Kaffee enthalten 0,75 Gramm Ballaststoffe, die gleiche Menge Espresso kommt auf 0,65 Gramm, und der Filterkaffee bildet mit 0,47 Gramm das Schlusslicht. Hauptbestandteil der unverdaulichen Kohlenhydrate war ein Mehrfachzucker, wie er auch im Johannisbrotkernmehl vorkommt, zeigte die Analyse. Demnach machen die löslichen Ballaststoffe zumindest mengenmäßig einen entscheidenden Anteil des Kaffees aus und übertreffen damit deutlich den Ballaststoffgehalt anderer Getränke wie Wein oder Orangensaft, so die Forscher.
Sie machten auch noch eine andere Entdeckung: Zwischen einem Drittel und der Hälfte der gesundheitsfördernden Antioxidantien im Kaffee sind direkt an die löslichen Ballaststoffe gekoppelt. Bei der Verdauung geht also lediglich ein Teil dieser Substanzen im Dünndarm direkt ins Blut über, den Rest müssen die Mikroben der Darmflora erst von den Ballaststoffen abtrennen, damit der Körper sie verwerten kann.
Elena Díaz-Rubio, Fulgencio Saura-Calixto (Nationaler Forschungsrat CSIC, Madrid): Journal of Agricultural and Food Chemistry, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1021/jf062839

Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 4 Tassen Kaffee am Tag. Das entspricht 160 Litern bzw. 6,7 Kilo Kaffee pro Jahr. Damit ist Kaffee noch vor Bier das beliebteste Getränk der Deutschen.
Kaffee stellt eine komplexe Mischung aus den unterschiedlichsten in der Natur vorkommenden Chemikalien dar, und beinhaltet einen hohen Anteil an Koffein und Chlorogensäure (Besitzt eine harntreibende Wirkung).
Ungefilterter Kaffee ist eine bedeutsame Quelle für Cafestol und Cahweol, zwei Diterpene (sekundäre Pflanzenstoffe), die heutzutage mit dem Cholesterinsteigernden Effekt von Kaffee in Verbindung gebracht werden. Normaler Filterkaffee besitzt diese negativen Eigenschaften jedoch nicht.
Die Ergebnisse einiger epidemiologischen Studien deuteten darauf hin, dass moderater Kaffeekonsum zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Parkinson-Krankheit oder Lebererkrankungen, präventiv, also einer derartigen Erkrankung vorbeugend, wirken kann.
Die meisten Studien können die weit verbreitete Meinung, dass Kaffee das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, dagegen nicht bestätigen. Jedoch wurde nachgewiesen, dass Kaffee viele kardiovaskuläre Risikofaktoren verschlechtern kann. Zu diesen gehören beispielsweise ein erhöhter Blutdruck oder ein erhöhter Blutplasmaspiegel an Homocystein, welcher in Zusammenhang mit Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßerkrankungen gebracht wird. Auch gibt es gegensätzlich zu allen Bedenken momentan noch keine Ergebnisse, die zeigen, dass Kaffee das Krebsrisiko steigert.
Für Erwachsene mit einem moderaten Kaffeekonsum (3-4 Tassen / Tag bzw. 300-400 mg Koffein / Tag) gibt es folglich nur wenige Anzeichen für ein gesteigertes Krankheitsrisiko.
Aber viele Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Menschen mit erhöhtem Blutdruck, Kinder, Jugendliche und Senioren könnten eventuell anfälliger oder sensibler auf die negativen Effekte des Koffeins reagieren.
Auch Schwangeren ist auf Grund von neuesten Untersuchungsergebnissen von einem Konsum, der über 3 Tassen Kaffee pro Tag hinaus geht, abzuraten, um eine möglicherweise erhöhte Wahrscheinlichkeit von Aborten und eine Beeinträchtigung des fetalen Wachstums im Mutterleib zu verhindern.
Quelle: Higdon J.V., Frei B.: Coffee and health: a review of recent human research.Crit Rev Food Sci Nutr. 2006;46(2):101-23