KaWa© (Wort-Bild)

Ein KaWa© ist ein Wort-Bild; wenn wir davon ausgehen, dass wir eine denkerisch reiche Ausbeute erhoffen,
steht der Begriff KaWa für:
Kreatives
Analografie
Wort
Assoziationen


Analograffiti©

Der Begriff ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus
"analogem" Denken (ANALOG) mit einem Stift in der Hand (GRAFFITI).
Nun können wir mit einem Stift sowohl schreiben (vgl. Graphologie) als auch zeichnen (vgl. Grafik); beides beinhaltet der Begriff, von dem "Graffiti" hergeleitet wurde.

= eine kreative Art zu denken, auf eine geistige Entdeckungsreise zu gehen
➔ mit einem Stift unseren Gedanken nachspüren
Mit Hilfe der ANALOGRAFIE könnt ihr bewußt Wissen ablegen, was einen unmittelbaren
Merkerfolg nach sich zieht.
Die ANALOGRAFIE fungiert dabei als DENK-TOOL
Wie ein Werkzeug, dass uns beim Denken hilft, neue Verbindungen zu entdecken oder
neue Einsichten zu gewinnen.

Die Begriffe Analografie und Analograffiti haben die gleiche Bedeutung.

O-Ton Vera F. Birkenbihl

Das Kawa (= Wort-Bild)
Es begann damit, daß die Gehirnforschung ca. 1985 erkannt hatte, daß es zwei Denk-Stile gibt. Einen
eher analytischen, auch als linear, rational oder Schritt-für-Schritt bezeichneten; er weist sich durch
Systematik aus, beschreibt das logische Schließen aufgrund vorheriger Daten oder Annahmen
(sogenannter Prämissen) etc. Auf der anderen Seite gibt es einen analogen Stil, einen Vergleichenden,
der Analogien, Metaphern und Gleichnisse nutzt. Auch die Forschung über Kreativität sprach schon
lange davon, daß man den (rationalen) Kritiker ausschalten müsse, denn das Denken gemäß gewissen
(logischen) Regeln sei doch immer auch ein REGEL-haftes oder Regelmäßiges Denken, also ein
Denken, daß sich INNERHALB bekannter Paradigmen aufhalte und eben diese Grenzen deshalb nicht
sprengen werde.
Im Gegensatz dazu zeichne sich kreatives Denken gerade dadurch aus, daß es Grenzen sprenge – nicht
zu verwechseln mit der Pseudo-Kreativität von Kindern, die jene Grenzen noch gar nicht kennen und
daher keine sprengen können. Das Denken von Kindern mag uns sehr frisch und ungewöhnlich
erscheinen, aber wahre Kreativität muß vorhandene Grenzen verlassen, eben das ist ja der kreative
Denk-Akt, um den es geht! In dem Versuch, meinen Seminar-TeilnehmerInnen zu ANALOGEREM
Denken zu verhelfen, begann ich damit zu experimentieren, Problemstellungen zu zeichnen, um die
Denkrillen zu verlassen, die z.B. dadurch entstehen, daß Leute bestimmte (ältere) Probleme immer in
derselben Weise schildern.
Ich entdeckte, daß das griechische Wort GRAPHEN nicht „schreiben" bedeutet, wie oft behauptet wird,
sondern genaugenommen RITZEN (in Lehm, Ton etc.), und das kann sowohl SCHREIBEN als auch
ZEICHNEN bedeuten. Deshalb finden wir „Graph …" sowohl in Graphologie (schreiben) als auch in
Grafik oder Fotografie (wenn wir also von Bildern sprechen).
Daraus bildete ich damals einen Kunst-Begriff, der den ANALOGEN Denk-Stil mit SCHREIBEN und/
oder ZEICHNEN verband, die ANALOGRAFIE: Daraus leiteten sich die Bezeichnungen für die beiden
Hauptprodukte ab, die dabei entstanden, wobei das zweite „A" am Ende jeweils für ASSOZIATIONEN
steht, denn die Notwendigkeit ASSOZIATIV zu denken, war mit damals ebenfalls schon klar geworden.
Also sehen wir: Es handelt sich beim Kawa© um eine KREATIVE ANALOGRAFIE mit dem
Schwerpunkt WORT, während das Kawa© den Schwerpunkt GRAFIK beschreibt.

3 Schritte zum KaWa

1. Schreiben Sie den Begriff, zu dem Sie ein KaWa erstellen wollen, am besten quer auf einen großen Zettel.
2. Schauen Sie sich diesen Begriff genau an. Fällt Ihnen an den Wortteilen etwas auf? Mir ist z.B. bei dem Begriff "Aufgabe" der Wortteil "GABE" aufgefallen. Ich habe so erkannt, dass eine Aufgabe etwas mit einer Gabe zu tun hat/gemeinsam hat. Ein weiteres Beispiel ist "Problem". Ein enthaltener Wortteil ist das "PRO". Pro ist etwas für mich. Also ist ein Problem etwas, was für mich ist.
Wenn Sie keine weiteren Assoziationen zu den Wortteilen haben gehen Sie zum dritten Schritt.
3. Schauen Sie sich die einzelnen Buchstaben an. Die Reihenfolge ist egal. Sie können mit dem ersten, dem letzen Buchstaben oder einfach in der Mitte anfangen.

Schreiben Sie Ihre Ideen auf den Zettel. Spielen Sie mit den Begriffe, Buchstaben und Ideen, die Ihnen kommen. Fällt Ihnen zu einem Buchstaben partout nichts ein? Zwingen Sie sich nicht. Lenlen Sie sich ab, hören Musik, gehen spazieren...
Ihr Unterbewusstsein arbeitet weiter und gibt Ihnen manchmal das passende Wort, wenn Sie am wenigsten daran denken.

Den Begriff "Krise" habe ich hier als KaWA bearbeitet. Möchten Sie direkt anfangen und einige KaWas erstellen? Denn auch hier gilt: Lesen erstaunt. Selbst anwenden verblüfft!
Und Sie wissen ja: Übung macht den Meister

Das nächste Bild zeigt eine KaWa zum Thema "ERFOLG". So bin ich auf die Beschreibung
"ERFOLG = Egebnisse FOLgen Gewohnheiten"
gekommen.